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Beispiel für Corporate Adventure Racing

„...Wir haben in unserem Bereich Forschung & Entwicklung ausschließlich fachliche Koryphäen sitzen. Wie das bei Technikern oft der Fall ist, handelt es sich eher um fachlich fixierte Individualisten. Wenn wir in diesem Bereich optimal vernetzt wären, könnten wir Schnittstellenverluste vermeiden und die Zusammenarbeit und Effektivität erheblich steigern. Nur wie...?“

Anreisetag - Die Teilnehmer erreichen bis nachmittags das Hotel. Dann werden, moderiert vom faszinatour-Seminarleiter, in einer etwa einstündigen Runde die Erwartungen der Teilnehmer an das Training abgefragt und besprochen. Anschließend erfolgt die Einführung ins Adventure Race. Ausrüstungspakete werden ausgegeben und die Teams à 6-8 Personen nach vorher festgelegten Kriterien eingeteilt.

Vorbereitung - Bis spät in den Abend wird in den Teams gearbeitet. Roadbooks werden studiert, Stärken und Schwächen der Teammitglieder und der gegnerischen Teams werden analysiert und das Material optimal verteilt. Final legt jedes Team seine Strategie und Taktik fest.

Wettkampfstart! - Alle Teams machen sich auf den Weg, begleitet von unseren Trainern, welche von nun an das Geschehen beobachten, bei Bedarf intervenieren und den Gesamtprozess moderieren und auswerten. Führen muss sich das Team jeweils selbst. Die erste Herausforderung ist z.B. das Projekt „Bau einer Seilbrücke“, um damit eine Schlucht überqueren zu können. Schnell merken die Individualisten, dass man hier nur durch Teamwork zum Ziel kommt. Rollen kristallisieren sich heraus, einer wird zum Wortführer, ein anderer überrascht seine Kollegen durch eine besonders kreative Idee, ein dritter versucht, durch seine Moderatorfähigkeiten die Gedanken und Ideen aller Teammitglieder zu erfragen und einen gemeinsamen Konsens zu erreichen. Schließlich steht die Seilbrücke, und einer nach dem anderen überquert die Schlucht. Auf der anderen Seite angekommen erfolgt ein „Reflexions-Timeout“, bei dem der Trainer mit den Teilnehmern zusammen die Prozesse und Rollenverteilungen im Team bespricht, um Learnings daraus abzuleiten, welche bei der nächsten Aufgabe umgesetzt werden sollen. Und schon geht’s weiter zu den nächsten Stationen!

Der Übungsmix, der als nächstes z.B. einen Floßbau und –fahrt vorsieht, stellt hohe Ansprüche an die Teamleistung. Nicht Ausdauer steht im Vordergrund, sondern vielmehr Synergieeffekte, gutes Projektmanagement und gemeinsame Kreativität in der Bewältigung der Teamaufgaben. Teamgeist und gegenseitige Unterstützung sind das zentrale Thema, denn die Wertung stoppt erst, wenn das gesamte Team ins Ziel einläuft.

Die Wertung des Rennens bezieht sich nicht hauptsächlich auf schnelle Erfüllung von Einzelaufgaben, sondern in erster Linie auf Soft Facts. Der Trainer wertet Schlüsselqualifikationen wie Kommunikations- und Moderationsfähigkeit, Entscheidungs- und Teamkompetenz etc.

Nach dem Rennen findet in jedem Team eine Reflexion mit dem Trainer statt, um das Erlebte bewusst zu machen. Am nächsten Tag werden die Erfahrungen in weiterer Gruppenarbeit analysiert, aufbereitet und in den Berufsalltag transferiert. Durch die vielseitige körperliche, geistige und emotionale Beanspruchung finden intensive Lernerfahrungen statt, bei jedem Einzelnen und in der Gesamtgruppe.


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